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Technische Ausstattung des twip.cc Centers

Anbindungen (Internet & Telefonie)

Die Anbindung des twip.cc Systems an die Switches des Telekom-Providers erfolgt pro Point of Presence (POP) mit mindestens 8x ISDN Primary (also mindestens 240 Leitungen) mit speziellem Intelligent Network (IN) Routing zur Lastverteilung und zum Umrouten des Traffics im Bedarfsfall. Die Internet-Anbindung des Systems, was speziell für VoIP Agents bzw. Callcenter und das Ausliefern der Masken zu den Anrufen wichtig ist, erfolgt am POP Wien multihomed über zwei redundante 100Mbps Uplinks und wird mit redundanten Firewalls geschützt und je nach Bedarf durch IP-Sec Tunnels verschlüsselt. Details dazu siehe weiter unten bei Core-Netzwerk, Firewalls und Internetanbindung.


Serverraum

Um maximale Verfügbarkeit, höchste Sicherheit, beste Konnektivität und Betriebsumgebung zu garantieren, ist das gesamte ACD-System samt den dazugehörigen Servern, Routern und Switches in einem versperrten Rack des Hochsicherheits-Datacenter InterXion untergebracht, im selben Carrrier-Raum wie der Vienna Internet Exchange und mehr als 40 in- und ausländische Telekom-Provider, (Arcor, AT&T, Borusan, BT, Cesky, Colt, eTel, Interoute, KPN, MTCAG, Tele2, Telecom Italia, T-Mobile, UPC, etc.) sowie an die 20 Internet Service Provider. Hier ist jeder Provider mit hoher Bandbreite nahe und für neue Leitungen muss nur ein Patchkabel verlegt werden, was extrem schnell und zuverlässig ist.


Zutritt und Zutrittssicherung

Der Zutritt ist rund um die Uhr für berechtigte Mitarbeiter durch eine Personenvereinzelungsanlage (Schleusensystem) mit kontaktlosen Schlüsselkarten in Verbindung mit einem biometrisches Zugangssystem (Fingerabdruck¬erkennung) möglich. Jeder Zutritt wird registriert, die Räumlichkeiten werden durch eine Einbruchmeldeanlage geschützt und es erfolgt eine permanente CCTV-Kameraüberwachung. Wachpersonal ist rund um die Uhr Vorort und führt auch regel- und unregelmäßige Kontrollgänge durch.


Brandschutz, Klimatisierung, Doppelboden, Wasserschutz

Der Serverraum wird durch Brandschutzwände (F90) gesichert und ist mit einem laserbasierten Brandfrühsterkennungssystem (VESDA) ausgestattet. Die Brandlöschung erfolgt automatisch mit einem gasbasierenden (Novalon) Brandlöschsystem, das weder Mensch noch Maschine im Betrieb schädigt. Klimatisierung gemäß ETS 300019 Klasse 3.1: Durch redundante Klimaanlagen (N+1) wird die Temperatur ständig um die 22°C (+/-2°C), sowie die Luftfeuchtigkeit auf 50% (+/- 0%) gehalten, was den von den Hardware-Herstellern empfohlenen Umgebungsbedingungen für die Erreichung der maximalen Lebensdauer und Verfügbarkeit der Systeme entspricht und auch die Gefahr von Funkenentstehung minimiert. Der Doppelboden ist mit antistatischen Bodenplatten ausgestattet. In allen Bereichen sind auch Wassererkennungssysteme eingebaut, sodass Probleme durch Wassereintritt möglichst schnell behoben werden können, bevor noch ein Schaden entsteht.


Stromversorgung

Die Anspeisung erfolgt durch zwei unterschiedliche Stromlieferanten, die auf unterschiedlichen Leitungswegen in das Haus eingeleitet werden. Im Rack stehen zwei Stromkreise zur Verfügung, wobei der eine durch redundante Generatoren und der andere zusätzlich durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) geschützt werden. Die Generatoren haben ausreichend Treibstoffvorrat und entsprechende Lieferverträge zum Nachtanken sind vorhanden. Diese zwei unabhängigen Stromfeeds werden durch einen Automatic Transfer Switches zu einem voll redundanten Stromkreisen zusammengemischt, an den Geräte, die nur ein Netzteil besitzen, angeschlossen werden. Speziell geschützte Stromsteuerungen (Power Units) erlauben bei Bedarf die Stromzufuhr für einzelne Geräte ferngesteuert zu unterbrechen, also einen Hard-Reset ohne Personal vorort durchzuführen.


Core-Netzwerk, Firewalls und Internetanbindung

Die Internet-Anbindung des Systems erfolgt multihomed über zwei redundante Uplinks mit Border Gateway Protocol 4 (BGP4), die auf unterschiedlichen 100Mbps Ports zweier verschiedener Cisco 7206 Router terminieren, die mit Hot Standby Router Protocol (HSRP) für Fault-Tolerant IP Routing verbunden sind. Die Router haben je zwei redundante Netzteile, die an unter-schiedliche Stromkreise angeschlossen werden. Für das Switching kommen zwei redundante HP Gigabit-Switches mit Virtual Local Area Networks (VLANs) und Quality of Service (QoS) zum Einsatz. Jeder Router und Server mit redundanten Netzwerkkarten (NICs) ist an beide Switches angeschlossen. Redundante Zyxel Zywall70 Firewalls sind je an beide Switches angeschlossen, lassen Kommunikation nur auf den relevanten Ports von und zu definierten IPs zu, überwachen und bauen die Virtual Private Networks (VPNs durch IPsec-Tunnels) zu den angeschlossenen Standorten und Kunden auf, führen eine Stateful Inspection des kompletten Traffics durch, blocken und alarmieren bei Attacken, etc. Für spezielle Anforderungen sind weitere zusätzliche Hardware-Firewalls im Einsatz. Durch VLANs wird der IP-Traffic weiter sinnvoll logisch und physisch getrennt, teilweise durch lokale Firewalls auf den Servern noch weiter eingegrenzt und geschützt. Die Datenbankserver sind z.B. in einem eigenen VLAN, sodass kein Zugriff auf sie direkt vom Internet erfolgen kann, sondern nur von den berechtigten Servern (ACD-Telefonie-Server und Reporting-Server) aus auf den für die jeweilige Kommunikation benötigten Ports.


Server, Backup und Monitoring

Alle Server (Datenbank-, Web-, Telefonie-, etc.) sind von Markenherstellern (primär HP, Dell und Intel), und mit entsprechenden Wartungsverträgen versehen. Alle Server, für die redundante Stromversorgungen verfügbar sind, sind an zwei unterschiedliche redundante Stromkreise angeschlossen. Alle Server, für die redundante NICs verfügbar sind, werden darüber an jeden der beiden Core-Switches angebunden. Typischer Weise kommen Intel NICs zum Einsatz, bei denen Switch Fault Tolerance (SFT) aktiviert ist. Die meisten Server sind mit mehrfach-Prozessoren und alle mit ausreichend RAM versorgt, die Harddisks zumeist SCSI-basierend mit RAID 1 oder RAID 5 (je nach Anwendungsgebiet) geschützt. Das Betriebssystem wird nach Evaluierung der Relevanz und vorherigem Upgrade auf einem Testsystem nach Freigabe auf den neuesten Patch und Service Release Level gehalten. Als Standard-Betriebssystem kommt Microsoft Windows 2003 Server zum Einsatz. Die Datenhaltung erfolgt auf einem Microsoft SQL Server 2005 mit aktivem Mirror-Datenbankserver. Als Webserver kommt der Microsoft Internet Information Server 6.0 mit aktivem Backup-Webserver zum Einsatz. Das Daten-Backup erfolgt auf externe HDs und Off-Site-Mirroring. Die Server- und das Netzwerk werden mit dem Orion Network Performance Monitor und Microsoft Operation Manager (MOM) überwacht, der im Fehlerfall eine Alarmierung der Bereitschaft vornimmt. Zusätzlich überwachen Datenbanktrigger das Verhalten des ACD-Systems und alarmieren bei Soft-Fehlern (Fehlkonfigurationen, Ausfälle außerhalb unseres Einflussbereiches, z.B. Voice-Routing zur ACD).


Ausstattung Wien und Istanbul

Die Beschreibungen links beziehen sich primär auf den Standort Wien, treffen aber in ähnicher Form auch auf Istanbul zu.. In Istanbul sind die Server in einem Datacenter untergebracht, dass keinen Vergleich mit mitteleuropa scheuen muss und höchste Qualitätsstandards ähnlich Wien erfüllt.